Die Lebensretter aus der Nachbarschaft

In 14 Kommunen im Landkreis Tübingen gibt es "Helfer vor Ort". Das sind ehrenamtliche Rotkreuz-Mitarbeiter, die schneller da sein können als der Rettungsdienst. Denn sie wohnen in der Nachbarschaft. Sobald die Helfer von der Leitstelle alarmiert werden, leisten sie qualifizierte basismedizinische Hilfe, bis der Rettungsdienst da ist. Sie sind das erste Glied der Rettungskette.

Und sie retten immer wieder Menschenleben.

Warum? Weil 15 Minuten eine lange Zeit sind. So lange kann es in manchen Fällen dauern, bis nach einem Notruf der Rettungswagen eintrifft. Denn diese 15 Minuten gelten in Baden Württemberg als Hilfsfrist, die vom gesetzgeber vorgeschrieben ist. Doch für manche Notfälle sind diese 15 Minuten einfach zu lang. Schlaganfall, Herzinfarkt, Kammerflimmern: Da kommt es auf jede Minute an.

Rund 700 Mal pro Jahr rücken die Helfer vor Ort im Landkreis Tübingen aus. Über 100 Ehrenamtliche gehören zu den Teams. Sie tragen Funkmeldeempfänger, um Tag und Nacht einsatzbereit zu sein. Es gibt sie in Ammerbuch, Bodelshausen, Dettenhausen, Dußlingen, Ergenzingen, Gomaringen, Hirrlingen, Kirchentellinsfurt, Kusterdingen mit Härten (Wankheim, Jettenburg, Mähringen, Immenhausen), Mössingen, Nehren, Neustetten, Öschingen, Ofterdingen, Rottenburg, Starzach und Talheim. Sie haben insgesamt zwölf Einsatzfahrzeuge.

Diese Rettungseinsätze leistet das DRK komplett ehrenamtlich. Es erhält keinen Cent, nicht für Fahrzeuge, nicht für die Defibrillatoren, auch nicht fürs Verbandszeug und all das, was bei einem Einsatz verbraucht wird. Die Ausbildung der Helfer finanziert ebenfalls das DRK. Die Helfer selbst investieren
ebenso: ihre Zeit – und sie kommen meist auch persönlich für ihre Fahrtkosten bei den Rettungseinsätzen auf. Ein gutes Beispiel für das, was gemeint ist mit dem DRK-Werbeslogan "Aus Liebe zum Menschen".

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