Wo die Fäden zusammenlaufen.

Die DRK-Leitstelle in Tübingen schickt die Retter in den Einsatz. Die Rettungsleitstelle ist das Herzstück des Rettungsdiensts im Landkreis Tübingen. Sie koordiniert und überwacht alle Einsätze des Rettungsdienstes und des Krankentransportes im Kreis. Außerdem wird von hier aus der Kassenärztliche Notfalldienst an Wochenenden und über Nacht gesteuert. Rund um die Uhr sitzen die Disponenten vor Telefon und Monitor. Ihnen stehen modernste EDV-Einsatzleitsysteme und Kommunikationstechniken zur Verfügung.

Nicht zuletzt muss die Leitstelle jederzeit gerüstet sein für eine Katastrophe oder auch ein großes Unglück mit vielen Verletzten.

Notrufnummern:

Medizinischer Notfall, Feuer:         112

Krankentransport:                            19222

Kassenärztlicher Notfalldienst:     116 117

Zusatzaufgaben

Zusatzaufgaben

Die Rettungsleitstelle hat noch mehr Aufgaben: Sie nimmt Notrufe entgegen, die über das DRK-Hausnotruf-System eingehen. Außerdem alarmiert die Leitstelle die Notfallseelsorger im Landkreis, wenn diese von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst angefordert werden. Umgekehrt ist sie der zentrale Ansprechpartner für die Seelsorger.

Der Überbrückungsdienst wird ebenfalls von der Leitstelle zum Einsatz gerufen. Seit 2011 nehmen geschulte Mitarbeiter der Tübinger Leitstelle zusätzlich die Anrufe beim Sozialen Hilfetelefon entgegen.

Umbau zur integrierten Leitstelle

Umbau zur integrierten Leitstelle

Wie 2012 vom Kreistag beschlossen, wird in den Räumen des DRK im Steinlachwasen eine integrierte Leitstelle (ILS) errichtet. Bis zum Frühjahr 2013 sollen die dafür nötigen Umstrukturierungen abgeschlossen sein.

Schon jetzt ist die Leitstelle zentraler Anlaufpunkt für alle Notrufe, die über die europaweit gültige Notrufnummer 112 eingehen – also alle Anrufe für die medizinische Notfallrettung und für den Brandschutz. Wenn es um Brände und andere Feuerwehr-Themen geht, werden die Anrufe zur fachlichen Bearbeitung ins Feuerwehrhaus weitergeleitet.

Tübingen ist eine Klinikstadt - mit vielen Transporten

Tübingen ist eine Klinikstadt - mit vielen Transporten

Tübingen bietet mit den Universitätskliniken und der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BG) eine medizinische Maximalversorgung. Hier werden auch Patienten aus der näheren und weiteren Umgebung versorgt. Schwer verletzte und schwerkranke Patienten werden täglich nach Tübingen transportiert.

Die Tübinger Leitstelle übernimmt die Einweisung der Fahrzeuge, die von außerhalb kommen, und die Patientenanmeldung in den Fachbereichen und Kliniken. Außerdem organisiert sie den Ablauf bei Rettungshubschrauberlandungen an der Uni und an der BG-Klinik. Auch Transporte zwischen verschiedenen Kliniken koordinieren die DRK-Disponenten, ebenso wie Spezialtransporte, zu denen beispielsweise besonders schwergewichtige Patienten oder Intensivtransporte mit Spezialgeräten zählen.

Wie sind die Disponenten ausgebildet?

Wie sind die Disponenten ausgebildet?

Alle, die im Schichtdienst der Leitstelle arbeiten, haben einen einheitlichen Ausbildungsstand. Jeder der Disponent ist Rettungsassistent. Ein weiterer Standard ist die Ausbildung zum organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL). Auch englischsprachige Notrufe können bearbeitet werden. Und was nach wie vor eine große Rolle spielt, selbst bei modernster Technik, sind gute Ortskenntnisse.

Derzeit werden die Disponenten nach und nach eingearbeitet in alle Themen, die mit den Feuerwehr-Aufgaben zu tun haben.

Einsatzpläne für Waldgebiete

Einsatzpläne für Waldgebiete

Gemeinsam mit den staatlichen Forstämtern hat die Rettungsleitstelle schon seit langer Zeit einen Rettungsplan für Waldunfälle erarbeitet. Das tut Not: Gerade in den großen Waldgebieten des Landkreises, in Schönbuch und Rammert, hat sich der Plan bewährt und bietet Forstarbeitern eine zusätzliche Sicherheit bei ihren gefährlichen Aufgaben. Daran anknüpfend soll die Suche von Verunglückten mithilfe von GPS weiter ausgebaut werden.

Zahlen und Fakten zur Rettungsleitstelle

Zahlen und Fakten zur Rettungsleitstelle

Dispositionen für Krankentransporte: ca. 24.000 im Jahr

Dispositionen in der Notfallrettung: ca. 13.000 pro Jahr

Dispositionen für den Kassenärztlicher Notfalldienst: ca. 14.000 pro Jahr

Landeplatzkoordination bei Rettungshubschraubereinsätzen: ca. 700 pro Jahr

Alarmierungen der Notfallseelsorger: ca. 60 pro Jahr

Kontakt

leitstelle@ils-tuebingen.de

 


Dieter Bauer

Telefon 07071/7000-60
Mo-Fr: 8:00 - 16:00 Uhr
d.bauer@drk-tuebingen.de

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