Einsatzbereit für Rottenburg und das Umland

Die Rettungswache Rottenburg ist seit 1980 in der Sülchenstraße 24.
Eine gute Lage: zentral genug, um im Stadtgebeit alles zu erreichen, und zugleich sind die Retter über die Südtangente schnell in den benachbarten Ortschaften, ebenso auch in den gemeinden Richtung Tübingen.

Aktuell sind auf der Rettungswache Rottenburg ein Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Krankentransportwagen stationiert.

Für den rund um die Uhr einsatzbereiten Notarzt gibt es in Rottenburg ein ganz besonderes Konzept: Tagsüber fährt er mit einem separaten Fahrzeug und ist somit flexibel (in der Fachsprache: Rendezvous-System). So viel Flexibilität wird werktags zwischen 22 und 6 Uhr nicht gebraucht, so dass der Arzt in diesen Stunden mit dem Rettungswagen mitfährt (das heißt dann Kompakt-System).
Sollte ein zweiter Notarzt gebraucht werden, rückt dieser aus Tübingen nach, im Rottenburger Umland auch aus Nachbarkreisen.

Leiter der Rettungswache ist seit 2010 Matthias Judt, sein Stellvertreter ist Hans-Rudi Teller. Auf der Rettungswache arbeiten im Schichtdienst fünf hauptamtliche Mitarbeiter plus der Fahrer des Notarzt-Fahrzeugs. Zur Unterstützung können ehrenamtliche Helfer aus der Bereitschaft Rottenburg alarmiert werden. 

Die Koordination übernimmt die Leitstelle Tübingen.


Anfänge des DRK-Rettungsdiensts in Rottenburg

Anfänge des DRK-Rettungsdiensts in Rottenburg

Der Rettungsdienst in Rottenburg fand seine Anfänge in den sechziger Jahren, ganz  genau lässt sich das Jahr nicht mehr recherchieren. In der Anfangszeit wurde am Krankenhaus Rottenburg eine Garage zur Verfügung gestellt, in der ein Krankenwagen (KTW) des Typs DB 180 Diesel untergestellt wurde. Ehrenamtliche Helfer, die Mitglieder beim Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Rottenburg waren, besetzten das Fahrzeug. Sie machten den Dienst freiwillig und unentgeltlich von Zuhause aus. Notrufe wurden zu dieser Zeit von den diensthabenden Ordensschwestern entgegengenommen, welche anschließend die Helfer alarmierten. Alle Informationen, die für den jeweiligen Einsatz wichtig wagen, wurden von der Schwester auf einen Zettel notiert und dem ersten Kollegen übergeben, der zum Einsatz kam. Damit dies schnell geht, wurde der Zettel in einem Korb an einem Seil vom obersten Stock des Krankenhauses abgeseilt.

Das wurde bis Anfang 1975 so  beibehalten. Dann waren Veränderungen nötig: Die Einsätze nahmen ein Ausmaß an, welche den nebenberuflichen Rahmen sprengten. Deswegen stellte der DRK-Kreisverband Tübingen für die Wache Rottenburg den ersten hauptamtlichen Mitarbeiter ein.  Dieser richtete in der Ankerschule (jetziger Handelshof) die erste Rettungswache ein. Fortan liefen auch die Notrufe direkt dort auf der Wache auf. Waren die Kollegen unterwegs im Einsatz, meldete sich der Anrufbeantworter und verwies an die Rettungsleitstelle in Tübingen.

Damals stand tagsüber ein Hanomag/Henschel zur Verfügung, der mit einem Hauptamtlichen und einem Zivildienstleistenden besetzt war. War jemand krank oder im Urlaub, übernahm der Hausmeister des Krankenhauses die Aufgabe des Fahrers. Nachts war die Besatzung normalerweise dieselbe, nur in Ausnahmefällen rückte der Zivi mit einem Ehrenamtlichen alleine aus. Die Ausstattung der Fahrzeuge war zu diesem Zeitpunkt noch sehr spartanisch. Es gab weder EKG, noch Funkmeldeempfänger oder ähnliche Gerätschaften, wie man sie heute selbstverständlich findet.

1980 wurde das Rettungszentrum eingerichtet– und seither näherte sich der Rettungsdienst Schritt für Schritt dem heutigen Standard, mit wachsendem Personalstamm.

Wie Sanitäter früher ausgebildet waren

Wie Sanitäter früher ausgebildet waren

Auch die Ausbildung der Retter unterschied sich vom heute Üblichen. Hauptamtliche Kollegen wurden als Rettungssanitäter I ausgebildet. Dazu mussten sie für zwei Wochen auf die Landesschule, vier Wochen in eine Klinik und zur Abschlussprüfung nochmals eine Woche auf die Schule. Wer als Zivildienstleistender beim DRK arbeitete, absolvierte einen Erste-Hilfe-Kurs und erhielt eine zweiwöchige Schulung auf der Landesschule des DRK in Pfalzgrafenweiler. Mit der Dienstkleidung orientierte man sich am Krankenhauspersonal: also trug man weiße Hosen und ein weißes Pflegerhemd.

Chronologie und Namen

Chronologie und Namen

Mitte der sechziger Jahre begann der ehrenamtliche Rettungsdienst in Rottenburg.
1975 erster Hauptamtlicher Mitarbeiter Walter Albus als Rettungswachenleiter
1975 Fahrzeuge: 1 RTW  (Hanomag Henschel) 1978 und 1 KTW VW Bully
1975 Personalaufstockung mit Otto Raiber sowie ZDL Bernhard Zientek und Thomas Geiger
1975 1. Rettungswache im Gebäude der Ankerschule (jetziger Handelshof)
1976 Bernhard Zientek wird Hauptamtlicher und stv. Rettungswachenleiter
1980 Umzug der Wache ins Rettungszentrum Sülchenstr. 24
1980 Einführung der Alarmierung über Funkmeldeempfänger
1989 Berufsbild Rettungsassistent wird anerkannt
1990 Personalaufstockung mit Gerhard Weiss
1996 Personalaufstockung mit Peter Rein
1998 Walter Albus geht in den Ruhestand
1998 Bernhard Zientek wird neuer Rettungswachenleiter, sein Stellvertreter Gerhard Weiss
1998 Personalaufstockung  mit Hans Rudi Teller
2000 Personalaufstockung mit Markus Lüdtke
2005 Der Rettungswache wird ein Notarzt-Einsatzfahrzeug im Tagdienst zugeordnet
2007 Bernhard Zientek gibt aus gesundheitlichen Gründen die Aufgabe des Rettungswachenleiters ab.
2008 Gerhard Fuchs wird neuer Rettungswachenleiter
2010 Matthias Judt, bisher Leiter der Rettungswache Tübingen, wird im Stellentausch mit Gerhard Fuchs neuer Leiter der Rettungswache Rottenburg

Kontakt

Matthias Judt

Telefon 07472/919930

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