Immer für Patienten da – mehr als eine Million Kilometer im Jahr.

Bei einem Krankentransport werden Menschen transportiert, die unterwegs medizinische Betreuung brauchen und die wegen ihres Zustands kein Taxi benutzen können, beispielsweise weil sie liegend transportiert werden müssen.

Jeder DRK-Krankenwagen ist mit zwei freundlichen, gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besetzt. Sie holen Kranke bei Bedarf am Bett ab und begleiten sie aus ihrem Zuhause oder auch aus einer Arztpraxis in eine Klinik – und umgekehrt. Oder von einer Klinik in eine andere. Dabei werden die Patienten durchgehend persönlich betreut.

Der DRK-Kreisverband ist der größte Anbieter professioneller Krankentransporte im Landkreis Tübingen. An einem normalen Werktag sind 18 Krankentransport-Fahrzeuge des DRK-Kreisverbands im Einsatz. Sie steuern auch Ziele an, die jenseits der Kreisgrenze liegen, in ganz Deutschland und im europäischen Ausland. Rund 20.000 Transporte organisiert der Kreisverband Tübingen jedes Jahr. Dabei werden über eine Million Kilometer zurückgelegt.

Warum ist ein Krankenwagen kein Rettungswagen?

Warum ist ein Krankenwagen kein Rettungswagen?

Der Sprachgebrauch hierzulande ist etwas verwirrend. Wenn jemand sagt: „Ich rufe jetzt einen Krankenwagen“, wählt er meist die Telefonnummer 112, weil es sich um einen akuten Notfall handelt. Er erreicht die Rettungsleitstelle beim DRK-Kreisverband. Diese schickt minutenschnell ein Fahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn vorbei. Das Fahrzeug hat die modernste medizinisch technische Ausstattung, mit der man Leben retten kann. Aber Achtung: Dieses Fahrzeug heißt ganz offiziell Rettungswagen – und eben nicht Krankenwagen.

Ein Krankenwagen hingegen benutzt unterwegs normalerweise weder Blaulicht noch Martinshorn. Auch die Innenausstattung ist eine andere. Denn es werden keine Notfall-Patienten transportiert, sondern Menschen, die unterwegs medizinische Betreuung brauchen und möglicherweise liegend transportiert werden müssen. Diese Patienten können wegen ihres Zustands meist kein Taxi benutzen. Falls unterwegs eine Notsituation entstehen sollte, ist die Krankenwagen-Besatzung aber gerüstet: Sie ist medizinisch qualifiziert, außerdem hat das DRK auch seine Krankenwagen mit modernem medizinisch-technischen Gerät ausgerüstet.

Wie läuft ein Krankentransport ab?

Wie läuft ein Krankentransport ab?

Wer einen Krankentransport braucht, meldet dies möglichst frühzeitig bei der DRK-Leitstelle an.

Wenn der Krankenwagen kommt, sollte man die nötigen Papiere vorliegen haben: Wichtig ist die ärztliche Transportanweisung, mit der dann auch die Kosten des Transports über die Krankenkasse abgerechnet werden können.


Die speziell ausgebildeten DRK-Mitarbeiter haben unterschiedliche Trage-Hilfen dabei und können bei Bedarf Patienten von Bett zu Bett transportieren. Neben einer Trage für Liegend-Transporte gibt es auch eine Art Stuhl, mit dem Patienten sitzend bewegt werden können. In besonders engen Treppenhäusern verwenden die DRK-Helfer Tragetücher, um Patienten sicher aus ihrem Bett ins Fahrzeug transportieren zu können.

Während der Fahrt ist immer jemand beim Patienten. Und am Ziel wird der Patient begleitet bis zu dem Ort, wo er hinmuss: Beispielsweise sorgen die DRK-Begleiter in einer Klinik noch dafür, dass bei der Anmeldung alles klappt, und begleiten den Patienten bis ins Behandlungszimmer oder in den Wartebereich. Der Patient wird direkt an das Fachpersonal am Zielort übergeben – oder an seine Angehörigen.

Wie meldet man einen Krankentransport an?

Wie meldet man einen Krankentransport an?

Hierfür ist die Leitstelle des DRK-Kreisverbands Tübingen zuständig. Sie nimmt die Anfragen entgegen und koordiniert rund um die Uhr die Fahrten.
Die Disponenten in der Leitstelle sind unter Telefon 07071 / 19222 erreichbar. Dort kann man einen Krankentransport anmelden.
Manchmal übernehmen Ärzte oder deren Praxisteam die Anmeldung eines solchen Transports. Aber auch Patienten und ihre Angehörigen können selbst einen Krankentransport bestellen. Damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt, ist es wichtig, eine ärztliche Transportanweisung zur Hand zu haben.

Was, wenn die ärztliche Transportanweisung fehlt?

Was, wenn die ärztliche Transportanweisung fehlt?

Privates Nutzen von Krankentransporten ist jederzeit möglich. Hierfür meldet man den Krankentransport ganz normal über die Leitstelle an. Die Kosten trägt der Patient dann selbst.

Was kostet ein Krankentransport beim DRK?

Was kostet ein Krankentransport beim DRK?

Ein Transport bis 100 Kilometer kostet pauschal 56,90 Euro.
Hinzu kommt die Leitstellengebühr, derzeit 23,31 Euro.
Wenn die Fahrt weiter als 100 Kilometer geht, kostet jeder weitere Kilometer 1,74 Euro.

Die Kosten eines Krankentransports werden in der Regel von Krankenkassen übernommen, wenn die nötigen Papiere (ärztliche Transportanweisung) vorliegen.

Gibt es Spezialfahrzeuge, für Kinder oder sehr schwere Patienten?

Gibt es Spezialfahrzeuge, für Kinder oder sehr schwere Patienten?

Jeder Krankenwagen, den das DRK im Landkreis Tübingen einsetzt, ist auch für den Transport von Kindern eingerichtet. In den Fahrzeugen gibt es Rückhaltesysteme, mit denen die kleinen Patienten während des Transports optimal gesichert werden können. Die Krankenwagen-Besatzung kümmert sich um Kinder ganz besonders: Es gibt viel Zuwendung und auch ein Plüschtier, das kleinen Patienten die Angst nehmen und die Fahrt so angenehm wie möglich machen soll.

Speziell für stark übergewichtige Patientinnen und Patienten hat der DRK-Kreisverband Tübingen im Jahr 2009 ein Fahrzeug in Betrieb genommen. Hiermit können Patienten bis zu einem Körpergewicht von 340 Kilo transportiert werden. Die Ausstattung ist für diese Zielgruppe optimiert worden: Beispielsweise ist die Liegefläche im Fahrzeug entsprechend verbreitert worden, die Tragevorrichtungen sind stabiler. Standard-Fahrzeuge sind auf Patienten mit maximal 160 Kilo Körpergewicht ausgelegt.

Kontakt

 

Eckhardt Kranz

Telefon 07071/7000-51
Telefax 07071/7000-44

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