Alt und Jung unter einem Dach.

„Wohnen mit Hilfe“ ist eine Wohnpartnerschaft, bei der sich Menschen aus unterschiedlichen Generationen gegenseitig helfen. Die einen brauchen Unterstützung im Alltag und haben freien Wohnraum zur Verfügung, die anderen suchen günstigen Wohnraum und haben Zeit, ein wenig zu helfen.
Pflegerische Tätigkeiten sind ausgeschlossen.

Bitte beachten Sie, dass es momentan keine offenen Angebote gibt und keine Bewerbungen möglich sind.

Für wen eignet sich das?

Für wen eignet sich das?

„Wohnen mit Hilfe“ ist beispielsweise gut für ältere, allein lebende Menschen. Dort steht Wohnraum zur Verfügung, der möglicherweise schon viele Jahre seit dem Auszug der eigenen Kinder leer steht. Der Vermieter hat dann jemanden, der beispielsweise den Rasen mäht oder zur Apotheke geht.

Denkbar ist das Modell auch für Familien, die in ihren vier Wänden auf ein Zimmer verzichten mögen: Hier könnte ein Student einziehen, der die Kinder zur Klavierstunde bringt oder abends aufpasst, während die Eltern mal im Kino sind. Für Studierende ist das Angebot dann verlockend, wenn sie sich vorstellen können, sich im Ausgleich für eine besonders günstige Miete auch sozial zu engagieren. Einsatzmöglichkeiten sind beispielsweise Einkaufen, als Kinderbetreuung, im Garten oder im Haushalt. Pflegerische Arbeit ist ausgeschlossen.

Wie funktioniert das?

Wie funktioniert das?

Interessenten melden sich beim DRK – sowohl ältere Menschen, die gern vermieten möchten, als auch junge Menschen, die günstigen Wohnraum in Verbindung mit sozialem Engagement suchen. Das DRK prüft den angebotenen Wohnraum und berät individuell, die Vermieter ebenso wie die Mieter. Rechtliche Fragen werden ebenso angesprochen wie menschliche.

Denn bevor man den Kontakt zwischen geeigneten Partnern herstellt, ist die Frage zu klären, wer zusammenpassen könnte für so eine generationenübergreifende Wohngemeinschaft. Dabei werden die Wünsche und Vorstellungen abgeglichen. Die DRK-Mitarbeiter setzen Bewerbungsbögen ein und führen persönliche Gespräche (Interessierte können die Bewerbungsbögen auch hier - siehe rechte Spalte - herunterladen, ausfüllen und ans DRK schicken).

Dabei sorgen sie dafür, dass vor Beginn einer Wohnpartnerschaft klare Vereinbarungen getroffen und schriftlich festgehalten werden: Welche Hilfen sind zu leisten? Wie viele Stunden im Monat? Auch den Verlauf der Wohnpartnerschaft begleitet das Rote Kreuz kontinuierlich und steht bei Fragen oder Problemen zur Verfügung.

Was bedeutet das finanziell?

Was bedeutet das finanziell?

Das Projekt „Wohnen mit Hilfe“ gibt keine verbindlichen Regeln vor, wie das Zusammenleben finanziell geregelt werden soll – das entscheiden Vermieter und Mieter gemeinsam.
Als Faustregel kann gelten, dass pro Quadratmeter Wohnraum monatlich eine Arbeitsstunde zu leisten ist. Dies kann die Miete entweder reduzieren oder auch ganz ersetzen. Alle Nebenkosten (Strom, Heizung, Wasser) sind in der Regel vom Mieter zu bezahlen.

Wie sind die rechtlichen Grundlagen?

Wie sind die rechtlichen Grundlagen?

Ein ganz normaler Mietvertrag regelt das Zusammenwohnen. Vertragspartner sind hierbei nur der Vermieter und der Mieter, das DRK spielt rechtlich keine Rolle.

Pflegerische Tätigkeiten sind ausgeschlossen.

Der Vermieter muss seine Mieteinnahmen versteuern. Es handelt sich bei dem Vertrag aber um einen Mietvertrag, keinen Arbeitsvertrag. Somit ist die Tätigkeit nicht sozialversicherungspflichtig.

Wer organisiert das?

Wer organisiert das?

Das Projekt „Wohnen mit Hilfe“ wurde 2010 vom Landratsamt und dem DRK-Kreisverband Tübingen gemeinsam ins Leben gerufen. Projektpartner sind auch das Studentenwerk Tübingen-Hohenheim, die Städte Tübingen und Rottenburg, der Bezirksseniorenrat Rottenburg und der Stadtseniorenrat Tübingen. Die organisatorischen Schritte liegen in der Hand des DRK, das als Ansprechpartner sowohl für die Vermieter als auch für die Studierenden bereit steht.

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