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Integrierte Leitstelle.

Leitstellenleiter

Herr
Dieter Bauer

Tel: 07071 7000-60
Mo-Fr: 8:00 - 16:00Uhr
D.Bauer(at)drk-tuebingen.de

Kontakt Leitstelle:
leitstelle(at)ils-tuebingen.de

Wo die Fäden zusammenlaufen.

Die integrierte Leitstelle (ILS) in Tübingen schickt die Retter in den Einsatz und bildet so das Herzstück für die Notfallbearbeitung. Sie ist zentraler Anlaufpunkt für alle Notrufe, die über die europaweit gültige Notrufnummer 112 eingehen – also alle Anrufe für die medizinische Notfallrettung und für den Brandschutz.

Von hier aus werden alle Einsätze koordiniert und überwacht. Zusätzlich organisiert und bearbeitet die ILS den Krankentransport, den kassenärztlichen Notfalldienst und den Hausnotruf.

Rund um die Uhr sitzen die Disponenten vor Telefon und Monitor und werden von modernster Technik wie beispielsweise einem EDV-Einsatzleitsystem und weiteren Kommunikationsmitteln, unterstützt.

Nicht zuletzt muss die Leitstelle jederzeit gerüstet sein für ein großes Unglück wie Unwetterlagen, einem Massenanfall von Verletzten oder auch einer Katastrophe. Die notwendige und gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und den Rotkreuz Bereitschaften des Landkreises, sind hierfür unerlässlich.

Die wichtigsten Nummern im Überblick.

Medizinischer Notfall, Feuer:112
Krankentransport:        19222
Kassenärztlicher Notfalldienst:116 117

  • Umbau zur integrierten Leistelle
    Bereits vor über zehn Jahren wurde die Notrufnummer 112 festgelegt, jedoch von vielen europäischen Ländern nicht durchgängig umgesetzt. Im Jahre 2012 wurde vom Kreistag daraufhin beschlossen, dass die Europaweite Notrufnummer in Form einer integrierten Leitstelle, umgesetzt werden soll. 2013 war daraufhin das Geburtsjahr der integrierten Leitstelle in gemeinsamer Trägerschaft zwischen DRK, Stadt und Landkreis. Durch die Errichtung und Inbetriebnahme wurden somit die eigenständige Rettungsleitstelle und die Feuerwehrleitstelle verschmolzen. Eine Besonderheit in Tübingen: Die ILS ist aufgeteilt auf zwei Standorte. Zwei Arbeitsplätze stehen am Feuerwehrhaus am Kelternplatz zur Verfügung, am Standort Steinlachwasen beim DRK sind vier Arbeitsplätze eingerichtet. Alle diese sind miteinander vernetzt und arbeiten komplett synchron. Der Vorteil dieses Systems besteht in der Ausfallsicherheit. Da die Technik an beiden Standorten redundant aufgebaut wurde und die Einheiten sich bei Störungen oder Ausfall gegenseitig ersetzen, gibt es immer ein „Backup“, welches sich bereits bewährt hat.
  • Die Leitstellendisponenten
    Die Anforderungen an Leitstellendisponenten sind nicht unerheblich. Eine Ausbildung im Bereich Rettungsdienst (DRK Landesschule) als auch Brandschutz (Landesfeuerwehrschule) ist von Nöten. Die Vorgaben dafür liefern die sogenannten gemeinsamen Hinweise des Innenministeriums. Damit jedoch nicht genug. Um auch englischsprachige Notrufe bearbeiten zu können, werden die Disponenten in Fachenglisch geschult. Die Kenntnisse von weiteren Programmen wie z. B. dem Wetterradar sind wichtig für die tägliche Arbeit um Unwetterlagen schnell zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.
  • Die ILS + die Kliniken
    Tübingen bietet mit der Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik (BG) sowie den Universitätskliniken eine medizinische Maximalversorgung. Aus der näheren sowie der weiteren Umgebung werden Patienten täglich nach Tübingen transportiert. All die Anmeldungen der Patienten auf den Fachstationen übernimmt die ILS neben der Disposition der in Tübingen laufenden Notfälle. Die Transporte zwischen den Kliniken, die Einweisung der Rettungshubschrauber auf der BG und Uni-Klinik sowie Organisation von Spezialtransporten gehören ebenfalls zu den täglichen Aufgaben. Außerdem werden viele Rücktransporte in ganz Deutschland und bis ins benachbarte Ausland von der ILS organisiert.
  • Die Leitstelle alarmiert
    Die Rettungsleitstelle hat noch mehr Aufgaben: Sie nimmt Notrufe entgegen, die über das DRK-Hausnotruf-System eingehen. Außerdem alarmiert die Leitstelle die Notfallseelsorger im Landkreis, wenn diese von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst angefordert werden. Umgekehrt ist sie der zentrale Ansprechpartner für die Seelsorger. Der Überbrückungsdienst wird ebenfalls von der Leitstelle zum Einsatz gerufen. Seit 2011 nehmen geschulte Mitarbeiter der Tübinger Leitstelle zusätzlich die Anrufe beim Sozialen Hilfetelefon entgegen.
  • Projekte
    Waldgebiete: Gemeinsam mit den staatlichen Forstämtern hat die Rettungsleitstelle schon seit langer Zeit einen Rettungsplan für Waldunfälle erarbeitet. Das tut Not: Gerade in den großen Waldgebieten des Landkreises, in Schönbuch und Rammert, hat sich der Plan bewährt und bietet Forstarbeitern eine zusätzliche Sicherheit bei ihren gefährlichen Aufgaben. Daran anknüpfend soll die Suche von Verunglückten mithilfe von GPS weiter ausgebaut werden.                                                                                                                                                              e-Call:  Seit 2018 werden alle in der EU zugelassenen Neufahrzeuge mit einem automatischen Notrufsystem, dem sogenannten e-Call ausgestattet. Bei einem Unfall sendet das Fahrzeug dann einen Notruf und überträgt wichtige Daten. Hierfür muss die ILS gerüstet sein. Ebenso sind die Vorbereitungen für die Digitalfunkumstellung in vollem Gange.
  • Zahlen und Fakten
    Die jährlichen Daten zur Erstellung von Statistiken ändern sich natürlich. Für das Jahr 2017 gelten die folgenden Anhaltspunkte:

    Dispositionen für Krankentransporte:

    24.263 Stück

    Dispositionen in der Notfallrettung:

    13.336 Stück

    Dispositionen im Brandschutz:

    1.167 Stück

    Dispositionen für den Kassenärztlicher Notfalldienst:

    14.120 Stück

    Landeplatzkoordination bei Rettungshubschraubereinsätzen:

    712 Stück

    Rufabwicklungen in 24 Stunden:

    987 Stück